1. Lauf in Spielberg

Saisonauftakt der Porsche GT3 Cup Challenge und des Sports Cup Suisse 2019


Neue Gesichter auf den ersten Plätzen

Der erfolgreichste Fahrer der Porsche GT3 Cup Challenge Suisse (GT3 CC) beim Saisonauftakt-Rennwochenende heisst Kusiri Kantadhee: Der Thailänder fuhr auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg mit seinem rund 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup einen souveränen Sieg und einen zweiten Platz ein. Mikkel Pedersen aus Dänemark, überlegener Gewinner des ersten Laufs und ebenso Gaststarter wie Kantadhee, liess das zweite Rennen aus. Antonio Teixeira stellte sein Talent mit einem dritten und einem zweiten Platz bei seinem Debüt in der GT3 Cup-Klasse unter Beweis und übernimmt die Meisterschaftsführung. Die Klasse der Cayman GT4 Clubsport, die im Rahmen des Porsche Sports Cup Suisse (PSCS) fährt, dominierte ebenfalls ein Neueinsteiger: Am Steuer seines 718 Cayman GT4 Clubsport sicherte sich Linus Diener auf dem 4,318 Kilometer langen Grand Prix-Kurs zweimal Rang eins. In der Porsche Driver’s Challenge Suisse (PDC) stand am Ende ein Rückkehrer ganz oben auf dem Podium: Massimo Salamanca absolvierte den Gleichmässigkeitswettbewerb mit den konstantesten Rundenzeiten. Insgesamt gingen 74 Teilnehmer bei perfekten äusseren Bedingungen in der Steiermark auf die Strecke. Das zweite von insgesamt sechs Rennwochenenden der GT3 CC und des PSCS findet vom 6. bis 8. Juni auf dem Circuit Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet statt.

Porsche GT3 Cup Challenge

Bemerkenswert international startete die Porsche GT3 Cup Challenge Suisse in die neue Saison: Beide Läufe des Markenpokals, der für den 911 GT3 Cup der Baureihe 991 reserviert ist, endeten jeweils mit Fahrern aus vier verschiedenen Nationen auf den ersten vier Plätzen.

Rennen 1 wurde dabei die klare Beute von Mikkel Pedersen: Der junge Däne, sonst im Rahmen des Porsche Mobil 1 Supercup unterwegs, sicherte sich mit fast einer Sekunde Vorsprung die Pole Position und fuhr anschliessend einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Ähnlich souverän machte sich der Thailänder Kusiri Kantadhee ans Werk und wurde Zweiter. Dahinter ging es deutlich lebhafter zu: Antonio Teixeira – nach nur vier Läufen in der Cayman GT4 Clubsport-Klasse in die Topliga aufgestiegen – kämpfte sich mit einem Blitzstart schon in der ersten Runde von Rang acht auf die vierte Position hinter Altmeister Jean-Paul von Burg. Im zehnten Umlauf rückte der 19-jährige Portugiese dann an die dritte Stelle vor. Philip Sager aus Österreich, im Qualifying noch Zweitschnellster, musste vor dem Rennen zu einem Joker-Reifen greifen und wurde dafür in der Startaufstellung um drei Plätze zurückgestuft. Exakt auf dieser Position beendete er den ersten Lauf auch, nachdem er sich wieder an Dominik Fischli und Andreas Corradina vorbeigeschoben hatte. Corradina fiel im viertletzten Umlauf noch vom siebten auf den zwölften Platz zurück. Trotz schnellster Rennrunde in 1:31,403 Minuten musste sich Florian Latorre mit Rang 27 begnügen: Für wiederholtes Verlassen der Strecke kassierte er 70 Strafsekunden, was ihn den sechsten Platz kostete. Titelverteidiger Ernst Keller wurde Elfter.

Da das zweite Rennen ohne Mikkel Pedersen über die Bühne ging, rückte Kusiri Kantadhee auf die Pole Position auf – kehrte jedoch hinter Antonio Teixeira aus der ersten Runde zurück. Im fünften Umlauf konnte der mit japanischer Lizenz fahrende Thailänder diesen Makel aber korrigieren und setze sich bis zum Ziel noch um fast fünf Sekunden ab. Platz drei hinter Teixeira, der dank der Nichtberücksichtigung der Gaststarter erneut volle Punktzahl einfuhr, belegte Jean-Paul von Burg vor Josef Stengel. Grossen Kampfgeist bewies Andreas Corradina: Wegen eines Joker-Reifens musste er von Platz 13 starten und arbeitete sich bis auf Rang acht nach vorne, auf Ricardo Burkard fehlte ihm nur noch eine Viertelsekunde. Da vor ihm Carlo Lusser und Manuel Nicolaidis aufgrund von Track-Limit-Verstössen nachträglich mit jeweils zehn Strafsekunden belegt wurden, sprang für Corradina am Ende sogar Platz sechs heraus. Pech hatte Dominik Fischli: Als Vierter gestartet, lag er lange auf Rang drei, musste das Rennen jedoch kurz vor Ende aufgeben. Die schnellste Rennrunde drehte erneut Florian Latorre, der für den 4,318 Kilometer langen Red Bull Ring 1:31,337 Minuten brauchte.

Porsche Sports Cup

Mit einem Doppelsieg auf dem Red Bull Ring hat sich Linus Diener standesgemäss im grossen Feld der GT4 Clubsport vorgestellt und gezeigt, dass er auch auf vier Rädern hurtig unterwegs ist. Mit dem neuen 718 GT4 in der Clubsport-Ausführung sicherte sich der Motorradspezialist bereits im Qualifying die Pole Position für den ersten Lauf. Nach dem Start musste er zwar noch Amedeo Pampanini den Vortritt lassen, in der achten von 16 Runden drehte er den Spiess jedoch wieder um, holte sich die Führung zurück und gewann mit knapp 2,5 Sekunden Vorsprung. Pampanini belegte Rang zwei vor Marcel Wagner, Marcel Zimmermann und Emmanuel Bello, der vier Konkurrenten überholen konnte. Thomas Brauch, der amtierende Vizemeister, fiel vom achten Startplatz bis auf die 15. Position zurück: Wie sechs andere Fahrer auch wurde er von der Rennleitung für das Missachten der Streckenbegrenzung mit einer Zeitstrafe belegt. In 1:38,316 Minuten drehte Laurent Misbach die schnellste Runde.

Den Vorteil der Pole Position münzte Linus Diener in Lauf zwei zu einem klaren Start-Ziel-Sieg um. Hinter ihm musste sich Amedeo Pampanini dem Porsche von Marcel Wagner geschlagen geben. Eine tolle Aufholjagd führte Laurent Misbach – der erneut die schnellste Rennrunde drehte – vom achten Startplatz bis auf den vierten Rang. Die Top 6 rundeten Marcel Zimmermann und Paul Surand ab, der nicht weniger als sieben Positionen gutgemacht hatte. Ebenso fulminant war Sadamoto Takahashi durchs Teilnehmerfeld getobt: Vom 21. und letzten Startplatz aus fuhr er mit seinem 718 Cayman GT4 CS immerhin als 14. über die Ziellinie.

Porsche Driver’s Challenge

Als Gewinner der Gleichmässigkeitsprüfung liess sich auf dem Red Bull Ring Massimo Salamanca feiern. Mit seinem Porsche 911 GT3 RS hatte der PDC-Rückkehrer im Qualifying auch die schnellste Runde gedreht und durfte entsprechend als Erster auf die Strecke, wo er seine zehn Wertungsrunden mit den geringsten Abweichungen zu seiner Durchschnittszeit von 1:43,50 Minuten absolvierte – in der Summe kamen nur Über- und Unterschreitungen von insgesamt 3,62 Sekunden zusammen. Platz zwei sicherte sich Robert Schwaller am Steuer seines 911 GT3 vor Peter Hagmann auf einem weiteren GT3. Der amtierende Meister der Porsche Driver’s Challenge, Peter Gafner, musste sich in Spielberg mit Rang vier begnügen: Er büsste allein in seinem vierten Umlauf 1,27 Sekunden auf seine eigene Durchschnittszeit ein. Peter Meister, 2018 mit seinem 911 GT3 RS noch Zweiter der Gesamtwertung, warf eine langsame erste Zeitrunde auf Platz elf von 16 Teilnehmern zurück.

„Dank unseres bewährten Konzepts und zahlreichen Verbesserungen im Detail sind wir mit grossen Teilnehmerfeldern erfolgreich in die neue Saison gestartet. Neben den Gaststartern haben sich auch die vielen neuen Gesichter nahtlos integriert und ergänzen die familiäre Atmosphäre der GT3 CC und des PSCS“, resümiert Xavier Penalba vom Verband Schweizer Porsche Clubs. „Trotz anderslautender Vorhersagen hat auch das Wetter super mitgespielt. Stolz sind wir auf das Abschneiden unseres jungen Förderpiloten Antonio Teixeira, der seinen Aufstieg in den Porsche 911 GT3 Cup ohne Probleme gemeistert hat.“

Ranglisten

Rangliste Porsche Sports Cup Suisse / Porsche Drivers Challenge Suisse

1. Lauf in Spielberg vom 25. - 27. April 2019

Download PDF / 1 MB

Impressionen